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Leistungsfreiheit und Regressforderung der Versicherung

Meine Versicherung will nicht zahlen, wieso?

 

Ihre Versicherung möchte nach einem Unfall den Schaden nicht bezahlen?

 

Von Ihnen wird ein hoher Selbstbehalt eingefordert?

 

Hier erfahren Sie, was der Grund dafür sein kann.

 

 

Die Erstprämie wurde nicht bezahlt

 

Jede Versicherung ist leistungsfrei, wenn die Erstprämie (§ 38 VersVG) nicht bezahlt wird. Am besten zahlen Sie diese unverzüglich nach Zusendung der Erstpolizze ein.

 

Wichtig! Wenn Sie SEPA-Abbuchungen als Zahlungsmethode gewählt haben, dann gehen Sie bitte sicher, dass die Abbuchung von Ihrem Konto auch möglich ist.

 

Sollte die Erstprämie nicht abgebucht werden können, erhalten Sie eine Zahlungsaufforderung des Versicherers. Es besteht kein Versicherungsschutz bis diese Summe auf dem Konto des Versicherers eingegangen ist. 

 

Unser Tipp! Wenn Sie die SEPA-Abbuchung als Zahlungsmethode wählen, erfolgt die Zahlung automatisch und pünktlich. So müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass der Versicherungsschutz verloren geht, weil die Prämie zu spät eingezahlt wurde.

 

 

Die Folgeprämie wurde nicht eingezahlt

 

Sollte die Folgeprämie (§ 39 VersVG) nicht eingezahlt werden, erhalten Sie eine qualifizierte Mahnung. Die Post stellt Sie Ihnen als eingeschriebenen Brief zu. Nach Erhalt dieses Briefes ist der Versicherungsschutz noch 13 Tage aufrecht. Ab dem 14. Tag nach der Zustellung ist Ihre Versicherung leistungsfrei.

 

Wenn Sie nicht vor Ort sind, um den Brief persönlich entgegenzunehmen, wird Ihnen ein gelber Zettel im Briefkasten hinterlassen. Auch dieser Zustellversuch gilt als Zustellung und damit als Start der Frist.

 

Achtung! Auch bei der Zustellung können Fehler passieren. Es ist natürlich besser, wenn Sie die Versicherungsprämie regelmäßig und pünktlich bezahlen.

 

 

Grob fahrlässiges Verhalten

 

Wenn Sie grob fahrlässig handeln, ist Ihre Kfz-Versicherung, mit Ausnahme der Haftpflichtversicherung, leistungsfrei

 

Ein grob fahrlässige Fehler wäre beispielsweise, wenn Sie ein Stoppschild übersehen und deswegen Schaden verursachen. Ob ein gewisses Verhalten im Schadensfall grob fahrlässig war, wird von einem Gericht entschieden.

 

In Ihrer Kfz-Kaskoversicherung können Sie grobe Fahrlässigkeit mitversichern lassen. Dadurch erhalten Sie auch bei grob fahrlässigem Verhalten eine Entschädigung von Ihrem Versicherer.
 

 

Obliegenheitsverletzung

 

Bei einer Obliegenheitsverletzung, also einer Verletzung der Verhaltenspflicht, ist jede Versicherung, außer der Haftpflichtversicherung, leistungsfrei.

 

Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie mehr Insassen als erlaubt in Ihrem Kfz mitnehmen oder auch wenn Sie zu schnell oder betrunken fahren.

 

Die Haftpflichtversicherung bezahlt zwar den Schaden, den Sie verursacht haben, fordert aber anschließend Regress, also einen Selbstbehalt, von Ihnen. Das ist so, weil die geschädigten Personen Schadenersatz erhalten müssen.

 

Ihre Versicherung entscheidet, ob eine Obliegenheitsverletzung vorliegt. Hier hat auch Ihr Versicherungsmakler die Möglichkeit einzuwirken. Falls Sie mit dieser Entscheidung nicht zufrieden sind, können Sie das vor Gericht klären

 

Achtung! Auch das Unterlassen der Selbstanzeige ist eine Obliegenheitsverletzung. Wenn Sie Schaden verursachen, müssen Sie das unverzüglich bei der nächsten Polizeidienststelle melden.

 

Ihrem Versicherer müssen Sie innerhalb einer Woche Bescheid geben. Es reicht auch, wenn Sie sich innerhalb dieser Zeit bei Ihrem Versicherungsmakler melden.

 

Vorsatz

 

Sie handeln vorsätzlich, wenn Sie wissentlich und willentlich Schaden verursachen. Vorsätzliches Handeln können Sie in keinem Fall versichern.

 

Für vorsätzlich verursachte Schäden müssen Sie sich vor dem Straflandesgericht verantworten. Neben den Schadenersatzkosten kann Ihnen dort zusätzlich eine Geld- oder Gefängnisstrafe auferlegt werden.

 

Ob ein Vorsatz vorliegt, wird von einem Gericht entschieden.

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